Renovierung trotz Vollzeitjob in München organisieren: Praxis-Tipps
Sie möchten Ihre Wohnung oder Ihr Haus in München renovieren, arbeiten aber beide Vollzeit und haben kaum Zeitfenster frei? In diesem Beitrag zeigen wir, wie Sie eine Renovierung trotzdem strukturiert, stressarm und realistisch organisieren können – mit erprobten Abläufen aus Projekten in Solln, Pullach und dem Münchner Süden.
Typische Ausgangssituation: Renovierung neben dem Arbeitsalltag
Viele unserer Kunden stehen vor der gleichen Herausforderung:
- beide arbeiten 35–40 Stunden pro Woche oder mehr,
- es gibt feste Büro- oder Homeoffice-Zeiten,
- die Wohnung muss oft während der Renovierung bewohnt bleiben,
- es bleibt wenig Zeit für Materialauswahl, Abstimmungen und Kontrollen.
Genau hier entscheidet eine gute Organisation darüber, ob die Renovierung zur Belastung oder zu einem planbaren Projekt wird. Wir zeigen, wie Sie Ihre Rollen, Zeitfenster und Abstimmungen mit der Baufirma sinnvoll strukturieren.
Schritt 1: Ziele und Rahmenbedingungen klar definieren
Bevor Sie Angebote einholen, sollten Sie intern ein klares Bild schaffen. Das spart später viele Rückfragen und Zusatzrunden.
Was soll wirklich renoviert werden?
Notieren Sie in einer einfachen Liste:
- Welche Räume (z. B. Bad, Küche, Wohnzimmer, Flur)?
- Nur optische Auffrischung oder technische Sanierung (z. B. Leitungen, Estrich)?
- Welche Dinge sind „Muss“, welche nur „Nice-to-have“?
Gerade wenn Sie wenig Zeit haben, hilft eine Prioritätenliste. So können wir gemeinsam entscheiden, was in der ersten Etappe umgesetzt wird und was später folgen kann.
Budget- und Zeitrahmen realistisch festlegen
Planen Sie von Anfang an mit einem realistischen Budget und reservieren Sie 10–15 % Puffer für Unvorhergesehenes. Beim Zeitrahmen gilt: Gerade in München Süd mit hoher Auslastung der Handwerker sind straffe „Wunschtermine“ nur mit guter Vorlaufzeit zu halten. Sprechen Sie offen an, ob Sie auf einen bestimmten Zeitraum (z. B. Urlaub, Homeoffice-Woche) angewiesen sind.
Schritt 2: Aufgaben im Alltag klug aufteilen
Wenn beide viel arbeiten, funktioniert eine Renovierung am besten, wenn Aufgaben klar verteilt sind – ähnlich wie bei einem Projekt im Beruf.
Wer übernimmt welche Rolle?
- Projektkontakt nach außen: Eine Person ist primärer Ansprechpartner für uns als Handwerksbetrieb (Telefon, E-Mails, Freigaben).
- Material & Gestaltung: Wer entscheidet über Farben, Fliesen, Bodenbeläge? Idealerweise eine Person mit Entscheidungsrecht und einer kurzen „Abstimmungsschleife“ mit dem Partner.
- Dokumentation: Eine Person sammelt Angebote, Pläne, Fotos und Rechnungen in einer digitalen Mappe (z. B. Cloud-Ordner).
So verhindern Sie, dass Informationen zwischen zwei Vollzeitjobs „verloren gehen“.
Feste Zeitfenster für Renovierungsthemen einplanen
Bewährt haben sich in Projekten in Solln und Baierbrunn:
- ein fester Abend pro Woche (z. B. Mittwoch 19–21 Uhr) nur für Renovierungsthemen,
- ein kurzes Abstimmungs-Update am Wochenende,
- max. 1–2 Baustellen-Termine pro Woche, vorzugsweise frühmorgens oder später nachmittags.
Wir richten uns in der Terminplanung so weit wie möglich nach diesen Zeitfenstern, damit Sie Ihren Arbeitsalltag nicht ständig unterbrechen müssen.
Schritt 3: Den richtigen Partner wählen – Koordination „aus einer Hand“
Mit wenig Zeit ist es für Sie oft entscheidend, dass ein Betrieb mehrere Gewerke koordiniert. Statt fünf verschiedenen Handwerkern hinterherzutelefonieren, haben Sie einen Ansprechpartner.
Welche Gewerke sollte eine Firma abdecken?
Wir übernehmen zum Beispiel im Münchner Süden:
- Trockenbau (Wände, Decken, Abhängungen),
- Fliesenarbeiten im Bad, WC, Küche,
- Bodenbeläge (Vinyl, Parkett, Laminat, Fliesen),
- Maler- und Tapezierarbeiten,
- Koordination von Installateur und Elektriker über unser Netzwerk.
Dadurch müssen Sie nicht selbst Tagespläne und Schnittstellen zwischen jedem Gewerk organisieren – wir stimmen die Reihenfolge untereinander ab und informieren Sie kompakt über den Stand.
Kommunikationswege klar festlegen
Gerade bei Vollzeitjobs ist wichtig, dass Kommunikation effizient läuft:
- ein fester Kommunikationskanal (z. B. E-Mail + eine Messenger-Gruppe für Fotos/kurze Updates),
- eine Person je Seite (Sie / wir) als Hauptansprechpartner,
- wöchentlicher Statusbericht mit den Punkten „erledigt“, „aktuell“, „nächste Schritte“.
Auf Wunsch erhalten Sie von uns einen kurzen Wochenbericht mit Fotos – so bleiben Sie auch aus dem Büro oder aus dem Homeoffice in Grünwald oder Wolfratshausen auf dem Laufenden.
Schritt 4: Zeitmodelle – bewohnte Renovierung, Urlaub oder Zwischenlösung?
Wie Sie die Renovierung mit Ihrem Arbeitsalltag kombinieren, hängt stark von Umfang und Budget ab. Es gibt drei typische Modelle.
Modell A: Renovierung im bewohnten Zustand
Dieses Modell ist häufig bei Teilrenovierungen (z. B. nur Bad und Flur):
- Sie bleiben in der Wohnung,
- wir arbeiten raumweise und sichern Staub- und Laufwege,
- geräuschintensive Arbeiten legen wir – soweit möglich – in Zeiten, in denen Sie außer Haus sind.
Wichtig ist hier eine gute Abstimmung zu Arbeitszeiten und Homeoffice-Phasen. Viele Kunden planen zum Beispiel die lautesten Arbeiten (Stemmen, Bohren) auf Tage, an denen beide im Büro sind.
Modell B: Renovierung während des Urlaubs
Gerade bei Badsanierungen in Wohnungen in Pullach oder Schäftlarn wählen viele Paare dieses Modell:
- Sie planen 1–2 Wochen Urlaub oder eine Reise,
- wir bereiten alles vor (Material, Termine mit Installateur/Elektriker),
- während Sie weg sind, erfolgen die Hauptarbeiten ohne, dass Sie vor Ort sein müssen.
Dafür ist eine sorgfältige Vorplanung zwingend: Materialauswahl, genaue Details und Freigaben müssen vor Ihrem Urlaub geklärt sein. Hier unterstützen wir Sie mit Checklisten und Bemusterungen im Vorfeld – z. B. im Bauhaus oder Hornbach im Münchner Süden, wenn Sie Materialien selbst aussuchen möchten.
Modell C: Kurzzeit-Zwischenlösung
Bei größeren Renovierungen einer 60–80 m² Wohnung bietet sich manchmal an, für 2–3 Wochen eine Übergangswohnung oder ein möbliertes Apartment zu mieten. Das entlastet Ihren Alltag erheblich, weil wir ohne Rücksicht auf Schlaf- und Arbeitszeiten durchgehend arbeiten können. In der Praxis verkürzt das oft die Gesamtdauer und kann trotz Zusatzkosten für die Zwischenmiete insgesamt wirtschaftlich sein.
Schritt 5: Materialauswahl effizient organisieren
Die Auswahl von Fliesen, Bodenbelägen und Sanitärobjekten kostet Zeit – gerade nach Feierabend. Mit ein paar Kniffen lässt sich das aber bündeln.
Vorab-Auswahl und kurze Entscheidungsfenster
Statt „blind“ durch mehrere Baumärkte zu laufen, hat sich folgendes Vorgehen bewährt:
- Wir klären zuerst mit Ihnen Stil, Budgetrahmen und technische Anforderungen (z. B. Vinylboden für Fußbodenheizung, rutschhemmende Fliesen im Bad).
- Wir schlagen Ihnen 2–3 passende Produktlinien vor.
- Sie sehen sich diese gezielt z. B. bei OBI, Bauhaus oder in einer Fliesen-Fachausstellung in einem einzigen, gut geplanten Termin an.
So sparen Sie mehrere Abende und müssen nicht unzählige Optionen vergleichen.
Online-Planer sinnvoll nutzen
Viele unserer Kunden testen Farben und Grundrisse vorab mit einfachen 3D-Planern für Bad oder Küche. Programme wie typische Badplaner von Sanitärherstellern oder allgemeine Raumplaner helfen, Proportionen zu verstehen. Wichtig: Sehen Sie diese Entwürfe als Skizze. Die technische Machbarkeit (Gefälle, Leitungsführung, Aufbauhöhen) prüfen wir mit Ihnen gemeinsam vor Ort.
Schritt 6: Transparente Planung von Kosten und Änderungen
Wenn Sie wenig Zeit haben, brauchen Sie Klarheit, wann Mehrkosten drohen können und wie diese kommuniziert werden.
Festpreis, Einheitspreise und Puffer
In unseren Angeboten unterscheiden wir klar zwischen:
- fest definierten Leistungen (z. B. Fliesenarbeiten im Bad inklusive Material bis zu einem vereinbarten qm-Preis),
- variablen Positionen (z. B. zusätzliche Spachtelarbeiten bei unerwartet schlechten Wänden),
- eventuellen Zusatzoptionen (z. B. bessere Armaturen, zusätzliche LED-Nischen).
Wir empfehlen, intern einen Puffer von 10–15 % des Renovierungsbudgets einzuplanen. So müssen Sie bei einem vollen Arbeitstag nicht jede kleine Unwägbarkeit „durchverhandeln“, sondern können mit Augenmaß entscheiden.
Klare Regeln für Änderungen unterwegs
Gerade wenn tagsüber wenig Zeit ist, sollten Änderungen so gehandhabt werden:
- Änderungswunsch per E-Mail oder Messenger kurz skizzieren.
- Wir geben Ihnen eine schriftliche Rückmeldung mit Zeit- und Kostenauswirkung.
- Erst nach Ihrer schriftlichen Freigabe setzen wir die Änderung um.
So behalten Sie als Vollzeit arbeitendes Paar den Überblick und erleben keine Überraschungen auf der Schlussrechnung.
Mini-Praxisbeispiel aus dem Münchner Süden
Ein Paar aus München-Solln (beide Vollzeit im Büro) wollte eine 75 m² Wohnung renovieren: neues Bad, neuer Vinylboden in Flur und Wohnzimmer, Malerarbeiten in allen Räumen.
- Vorplanung: 2 Abendtermine für Besprechung und Aufmaß, 1 Samstagvormittag für Materialauswahl (Fliesen, Boden, Farben).
- Ablauf: 3 Wochen Renovierung im bewohnten Zustand, laute Arbeiten konsequent in Zeiten ohne Homeoffice.
- Kommunikation: Wöchentliche Statusmail mit Fotos, kurzfristige Rückfragen über eine gemeinsame Messenger-Gruppe.
Das Ergebnis: Der Arbeitsalltag blieb weitgehend stabil, und trotzdem war die Wohnung nach knapp drei Wochen komplett erneuert.
FAQ – Häufige Fragen
Wie viel Zeit muss ich als Vollzeit arbeitende Person realistisch für die Renovierungsplanung einplanen?
Erfahrungsgemäß sollten Sie in der Planungsphase mit 6–10 Stunden rechnen, verteilt auf mehrere Abende und ein bis zwei Termine am Wochenende. Während der Ausführung reichen oft 1–2 Stunden pro Woche für Rückfragen, Freigaben und kurze Baustellentermine, wenn eine koordinierende Firma wie wir den Großteil der Organisation übernimmt.
Können Sie Termine frühmorgens oder abends anbieten, wenn wir tagsüber nicht können?
Ja, im Münchner Süden bieten wir nach Absprache frühe Morgentermine für Besichtigungen und Übergaben an. Für detaillierte Planungsgespräche lassen sich häufig auch spätere Nachmittage oder einzelne Abendtermine einrichten. Wichtig ist eine frühzeitige Abstimmung, damit wir diese Zeiten einplanen können.
Wie läuft die Kommunikation, wenn wir tagsüber schlecht telefonisch erreichbar sind?
In solchen Fällen arbeiten wir hauptsächlich mit E-Mail und einer klar vereinbarten Messenger-Gruppe für schnelle Abstimmungen und Fotos. Komplexere Punkte bündeln wir in einem kurzen wöchentlichen Statusbericht. Telefonate planen wir gezielt in Ihre verfügbaren Zeitfenster ein, statt Sie während Meetings zu stören.
Lohnt sich eine Renovierung in Etappen, wenn wir wenig Zeit haben?
Eine Etappenrenovierung kann sinnvoll sein, wenn Budget oder Wohnsituation es erfordern. Allerdings bedeutet jede Etappe auch neuen organisatorischen Aufwand. Wir helfen Ihnen abzuwägen, welche Arbeiten sich bündeln lassen, um möglichst wenige „Baustellenphasen“ in Ihrem ohnehin vollen Alltag zu haben.
Können Sie auch helfen, wenn wir die Immobilie gerade erst gekauft haben und kaum Überblick über die nötigen Arbeiten haben?
Ja, gerade für Berufstätige ist unser Renovierungskosten-Check vor oder direkt nach dem Immobilienkauf in München und Umgebung hilfreich. Wir erfassen den Zustand, schätzen die notwendigen Maßnahmen und geben Ihnen eine strukturierte Übersicht, was in welcher Reihenfolge sinnvoll ist – inklusive grober Kostenrahmen.
Müssen wir während der Renovierung ständig vor Ort sein?
Nein. Nach einer gründlichen Vorplanung und klaren Absprachen können wir viele Entscheidungen anhand Ihrer Freigaben per E-Mail oder Messenger treffen. Sie sollten zu Beginn, bei wichtigen Zwischenständen und zur Abnahme präsent sein, müssen aber nicht jeden Tag auf der Baustelle stehen. Gerade bei Vollzeitjobs ist das ein großer Vorteil einer gut koordinierten Ausführung aus einer Hand.
Ihr nächster Schritt
Wenn Sie in München oder im Süden (z. B. Solln, Pullach, Grünwald, Baierbrunn) wohnen und eine Renovierung trotz Vollzeitjob planen, unterstützen wir Sie gerne bei Struktur, Zeitplanung und Ausführung aus einer Hand. Schicken Sie uns einfach Grundriss, ein paar Fotos und Ihre Wunschtermine – wir melden uns mit einer ersten Einschätzung und schlagen Ihnen einen realistischen Ablauf vor. Auf Wunsch kombinieren wir das mit einem Renovierungskosten-Check vor oder nach dem Immobilienkauf.